Kleine Berührung – große Wirkung
Von einem Fremden angefasst zu werden ist für viele Menschen ein
ungewohntes Erlebnis. Wir haben vergessen, wie wohltuend, heilend und
voller Kraft Berührungen sein können. Millionen Sensoren – niemand hat
sie bisher genau gezählt – machen unsere Haut zur fühlenden Hülle.
Selbst den flüchtigsten Kontakt meldet sie sofort dem Gehirn, und das
setzt Reaktionen im gesamten Körper in Gang.
Herzschlag, Atmung und Blutdruck werden reguliert
Streichelnde Hände etwa können beruhigen, die Ausschüttung des
Stresshormons Cortisol reduzieren und so das Immunsystem stärken. Massageöle
vertiefen diese Wirkung noch. Weil Streicheleinheiten unsere vegetativen
Funktionen anregen, werden Herzschlag, Atmung und Blutdruck reguliert, wie
Forscher auf Frühchen-Stationen feststellten. Trotzdem reagieren wir
erstaunt, wenn geschulte Hände verschiedenen Ursachen von Schmerz auf den
Grund gehen und unsere Probleme lindern oder mit speziellen Methoden sogar
beheben können.
Körper und Psyche profitieren
Die Hände sind wie ein „medizinisches Gerät“, mit dem sich der
REIKI- oder Massage-Praktiker ein Bild von dem Körper macht, der vor ihm
liegt, sitzt oder steht. Je nach Verfahren kann er mit gezielten Griffen
Gutes tun. Da werden hormonelle Abläufe harmonisiert, Organe und
Kreislauf angeregt oder beruhigt. Er spürt Blockaden im Körper auf und
versucht sie zu lösen, lockert und stärkt Muskeln und Gewebe, macht
Sehnen elastischer. Verklebte Faszien, dünne Häutchen an Muskeln und
Organen, kann er ebenfalls mit sicherem Griff lösen. Diese ganzheitlichen
Methoden wirken auf den Körper und die Psyche, bringen beide wieder ins
Lot.
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